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© 2026 Social Income · Gemeinnütziger Verein in der Schweiz
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Das Rahmenwerk identifiziert Risiken und verringert mögliche Schäden, indem alle Teile eines Projekts sorgfältig überprüft werden, einschliesslich der Auswahl der Empfänger:innen, der Verteilungsmethoden und der Gesamtwirkung der Hilfe.
Social Income wendet diese Prinzipien systematisch an und legt sein Vorgehen transparent offen, um zu zeigen, wie Risiken angegangen werden und wie das Programm für die Empfänger:innen und ihre Gemeinschaften sicher, fair und nützlich bleibt.
Version 1.1 von Willemijn de Gaay Fortman
Wichtige Akteure identifizieren und verstehen (Empfänger:innen, Familien, Freund:innen, Gemeinschaft)
Social Income arbeitet eng mit lokalen NGOs, lokalen Mitarbeitenden, den Empfänger:innen und ihren Netzwerken zusammen, um die relevanten Akteure und sozialen Beziehungen zu erfassen und zu verstehen. Die NGO-Partner selbst werden vor einer Zusammenarbeit sorgfältig geprüft.
Frühere Konfliktlinien und Spannungen bewerten
Über lokale Partner, Mitarbeitende und den engen Kontakt zu den Empfänger:innen berücksichtigt Social Income Nachkriegsdynamiken und gesellschaftliche Bruchlinien. Wir arbeiten bewusst mit unterschiedlichen lokalen NGOs zusammen, die sich verschiedenen Anliegen und Gemeinschaften widmen, und beschäftigen, wo sinnvoll, Mitarbeitende unterschiedlicher Religionszugehörigkeit, um Vertrauen und kulturelles Verständnis zu stärken.
Kulturelle Einstellungen zu Geld und seine Rolle in früheren Konflikten bewerten
Social Income legt Wert darauf zu verstehen, wie Geld in der lokalen Gemeinschaft wahrgenommen wird – durch persönliche Onboarding-Gespräche, laufenden monatlichen Kontakt mit den Empfänger:innen und ihren Netzwerken sowie regelmässige Umfragen. So stellen wir sicher, dass die Geldtransfers mit den lokalen kulturellen Einstellungen im Einklang stehen und Spannungen vermieden werden, die mit der Rolle von Geld in früheren Konflikten zusammenhängen.
Begünstigung bei der Auswahl vermeiden
Die zufällige Auswahl fördert Fairness und hilft, Begünstigung und soziale Spannungen zu verhindern. Durch Partnerschaften mit verschiedenen lokalen NGOs verteilen sich die Empfänger:innen auf unterschiedliche Gruppen und Orte. Innerhalb jeder Gruppe begrenzen wir die Anzahl Personen aus derselben Untergruppe, um Inklusion sicherzustellen und den Eindruck von Ausgrenzung zu vermeiden.
Hilfe gerecht verteilen, um keine Machtungleichgewichte zu schaffen
Social Income verteilt die Hilfe auf die gesamte von Armut betroffene Bevölkerung, statt sich auf bestimmte Untergruppen wie Frauen, Menschen mit Behinderungen oder Witwen zu konzentrieren. Durch gezielte Partnerschaften mit lokalen NGOs können bestimmte Gruppen jedoch erreicht werden, wenn ein klar definierter Bedarf besteht.
Klare, nicht diskriminierende Auswahlkriterien anwenden
Social Income wendet klare Teilnahmekriterien an und richtet sich an Personen ab 16 Jahren, die in Armut leben. Mithilfe lokaler Partner und ihrer Kenntnis der Gemeinschaft bauen wir einen Pool berechtigter Empfänger:innen auf. Damit der Prozess transparent, unparteiisch und frei von Begünstigung bleibt, werden die Empfänger:innen per Los ausgewählt.
Häufung von Empfänger:innen in bestimmten Gemeinschaften vermeiden
Social Income verteilt seine Begünstigten breit, indem es mit verschiedenen lokalen Organisationen zusammenarbeitet, die in sich nicht überschneidenden Gemeinschaften tätig sind. Die Auswahl per Los sorgt dafür, dass sich die Empfänger:innen innerhalb dieser Gemeinschaften verteilen. Zwar besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Personen, die nahe beieinander oder im selben Haushalt leben, ausgewählt werden, doch muss dies gegen die Komplexität, mögliche Spannungen und die Kosten abgewogen werden, die mit der Erfassung von Haushaltsstrukturen oder der genauen Nachverfolgung von Wohnorten verbunden wären.
Voreingenommenheit und Korruption im Auswahlprozess verhindern
Social Income minimiert eine mögliche Voreingenommenheit der lokalen Partner-NGOs im Zufallsauswahlprozess, indem die gesamte berechtigte Gemeinschaft in den Auswahlpool aufgenommen wird. So können Partner den Pool nicht auf bestimmte Personen einschränken. Vor jeder Zusammenarbeit prüft Social Income die lokalen Partner, um hohe Governance-Standards sicherzustellen, und pflegt direkten Kontakt mit Menschen aus den beteiligten Gemeinschaften.
Eine zeitliche Begrenzung der Hilfe festlegen
Social Income leistet zeitlich begrenzte Unterstützung mit einer festen Programmdauer. Die Empfänger:innen werden von Anfang an informiert, dass das Programm für einen begrenzten Zeitraum läuft, derzeit drei Jahre. Während des gesamten Programms werden sie regelmässig an die verbleibende Zeit erinnert.
Abhängigkeit von externer Unterstützung vermeiden
Indem Social Income klar kommuniziert, dass die Transfers befristet sind, ermutigt es die Empfänger:innen, für die Zeit nach dem Programm zu planen und auf langfristige finanzielle Unabhängigkeit hinzuarbeiten.
Sicherstellen, dass Geld nicht für kriminelle Aktivitäten missbraucht wird
Social Income nimmt den Missbrauch von Mitteln ernst. Obwohl das Risiko gering ist – die Zahlungsbeträge sind nicht gross genug, um organisierte Kriminalität anzuziehen –, haben wir eine klare Richtlinie: Bei Verdacht auf oder bestätigten illegalen Aktivitäten werden die Transfers an die betreffende Person sofort ausgesetzt.
Sichere Transaktionsmethoden bereitstellen
Social Income nutzt Mobile Money, um das Diebstahlrisiko zu verringern, und bezahlt die Empfänger:innen direkt statt über zwischengeschaltete Organisationen. Alle Empfänger:innen werden einzeln eingeführt, und wir geben Hinweise zur Sicherheit ihres Handys. Bleiben zwei Bestätigungen aus, werden die Zahlungen ausgesetzt, bis das Problem gelöst ist, und die lokale Partner-NGO wird informiert.
Transferbeträge so festlegen, dass sie absolute Armut wirksam verringern
Social Income legt die Transferbeträge mit dem vorrangigen Ziel fest, die Empfänger:innen aus der absoluten Armut zu holen. Die Beträge sind an die lokalen Verhältnisse angepasst und werden der Inflation angeglichen, damit ihre reale Wirkung über die Zeit erhalten bleibt.
Spannungen vermeiden und lokale Wirtschaft schützen
Social Income vermeidet zu hohe Auszahlungen pro Person oder innerhalb kleiner Gemeinschaften. Das verringert das Risiko von Spannungen, gestörten sozialen Beziehungen oder Schäden für die lokale Wirtschaft.
Ein System zur Wirkungsmessung einrichten
Social Income verfolgt die Wirkung seiner Unterstützung laufend mit regelmässigen Umfragen und gezielten Fragen. So stellen wir sicher, dass die Hilfe wirksam bleibt und keine unbeabsichtigten Folgen hat.
Feedback einholen und das Programm entsprechend anpassen
Laufendes Feedback der Empfänger:innen und der lokalen Partner-NGOs ermöglicht es Social Income, rechtzeitig Anpassungen vorzunehmen und sicherzustellen, dass das Programm weiterhin den Bedürfnissen der Gemeinschaft entspricht. In der Vergangenheit führte dies etwa zur Anpassung des Auszahlungsbetrags und zur Verfeinerung des Auswahlmodells.
Die Auswirkungen von Bargeld auf die Geschlechterdynamik bewerten
Social Income arbeitet mit einem lokal verankerten Team, das die Geschlechterrollen und sozialen Dynamiken in der Gemeinschaft versteht. Zum Team gehören Mitarbeitende mit unterschiedlichem Hintergrund und aus verschiedenen sozialen Gruppen, was einen sensibleren und fundierteren Umgang ermöglicht.
Sicherstellen, dass alle, insbesondere Frauen, die volle Kontrolle über ihr Geld haben
Social Income stellt sicher, dass alle Empfänger:innen ihre Zahlungen direkt selbst verwalten. Besonderes Augenmerk gilt der Selbstbestimmung von Frauen, einschliesslich der Möglichkeit, mit weiblichen Mitarbeitenden zu sprechen, damit sie sicher und unabhängig auf das Geld zugreifen und es nutzen können.